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MUSEUM RABLHAUS WEERBERG

  

Das Museum Rablhaus wurde am 28. Mai 1995 eröffnet. Es befindet
sich in unmittelbarer Nähe der Kirche St. Peter. Man kann gewiss
mit Stolz sagen, an einem der schönsten Plätze des Inntals.

Diente ursprünglich das wohl aus dem 16. Jahrhundert stammende,
einfache Blockhaus als Mesnerhaus für die nebenstehende Kirche
St. Peter, so ist es heute ein kleines, aber reizvolles
Heimatmuseum. Wohn- und Arbeitskultur unserer Vorfahren sind
darin in beeindruckender Weise wiederzuentdecken.

Eine zusätzliche Rarität
dieses Hauses: hier gibt es heimische Bauernprodukte zu kaufen
und jeden ersten Sonntag im Monat - nachmittags - Hausmusik in
einer gemütlichen Bauernstube.
''Ruessige
Weerberger Hitt” bezeichnet der verdienstvolle Kurat Penz die
bescheidene Mesner-Behausung bei der St. Peterkirche am Weerberg.
Grundbücherlich scheint das ''obere” Mesnerhaus erst im Jahre
1900 auf, als dem Plattenmacher Alois Rabl einverleibt. Mit dem
Übergabevertrag von 1933 ging das Anwesen in das Eigentum der
Gemeinde Weerberg über. 1995, nach zeitaufwendiger
Restaurierung, bei viel persönlichem Einsatz, ist das Rablhaus
nunmehr ein schmucker Blickfang auf dem viel begangenen Weg nach
St Peter geworden.

Der Initiative von Hans
Knapp, damals Vizebürgermeister und beruflicher Restaurator am
Volkskunstmuseum in Innsbruck ist es zu verdanken, dass das
Rablhaus vor dem Verfall gerettet wurde. Sein Idealismus hat die
Gemeinde davon überzeugt, dass dieses um 1750 errichtete Gebäude
wert ist es der Nachwelt zu erhalten. Dank seiner fachlichen
Kompetenz, mit finanzieller Unterstützung der Kulturabteilung
des Landes und des Volkskunstmuseums wurde aus der ''ruessign
Hittn” das sehenswerte Museum ''Rablhaus”.
Landwirtschaftliche
Geräte von den Weerberger Bauern sind hier ebenso zu sehen wie
eine Windmühle zum Kornreinigen aus dem 17. Jahrhundert, eine
Dreschmaschine, Pflüge, einige Flachsbrecheln und verschiedene
Handwerkszeuge aus vergangenen Tagen.
In der Rauchküche, dem Arbeitsbereich der Bäuerin und der Mägde,
sind viele Küchengeräte aufbewahrt und als Prunkstück sozusagen,
eine Leihgabe des Volkskunstmuseums, ein Himmelsbett in der
Schlafkammer aus dem 18. Jahrhundert.
Auch aus dem 18. Jahrhundert ist im Obergeschoss eine komplett
eingerichtete Stube und dazu ein Raum mit sakralen Gegenständen.
Im Jahr 2005 wurde das Haus in Zusammenarbeit mit der
Dorferneuerungsabteilung des Landes Tirol durch einen modernen
Zubau erweitert. Der neu geschaffene Raum eignet sich vor allem
für Ausstellungen.

1997 wurde dem Museum ein
Anerkennungspreis des Kulturbeirates für Denkmalpflege und
Museumswesen zuerkannt. Das Museum Rablhaus wurde gewürdigt:
''weil es auf einer, von einem Idealisten ausgehenden Initiative
beruht. Ein klassisches kleines Heimatmuseum” heißt es weiter, ”
dessen Bedeutung nicht nur in der Bewahrung der reizvollen alten
Bausubstanz und der angemessenen kleinen Auswahl von
Ausstellungsobjekten liegt, sondern weit über die museale
Bedeutung hinausgehend ein überdurchschnittlich angenommenes
Kommunikationszentrum für die ländliche Bevölkerung dieses
Raumes geworden ist.
Die Führung des Hauses lag einige Zeit in Händen des
Kulturausschusses, kürzlich wurde aber ein ''Verein zur
Erhaltung und Förderung des Museums Rablhaus Weerberg”
gegründet, der das Rablhaus nunmehr betreut.

Obmann des Museumsvereins:
Lechner Johann
Außerberg 4, 6133 Weerberg
Kontakt: 0664/5063068

Von Mai bis Oktober
am Mittwoch, Freitag, Samstag und Sonntag jeweils von 15 bis 19
Uhr geöffnet!

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