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DIE ROTTENBURG IN BUCH
DIE ROOTENBRG in Buch bei Jenbach
Im Mittelalter war die Gemeinde Buch die
wirtschaftliche Drehscheibe und das Verwaltungszentrum
Tirols.
Die erste Urkunde, in der die Rottenburg erwähnt wird, stammt aus dem Jahr 1263. Damals wurde das Gebiet dem Grafen Gebhard von Hirschegg zugesprochen. Entstanden ist die Rottenburg sicherlich bereits in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Die
Herren auf Rottenburg waren zunächst Andechsische
Ministeriale. Sie zählten neben den Herren von Schlitters,
den Frundsbergern und den Mehrensteinern zu den mächtigsten
Edelleuten im ganzen Land. Später waren sie Lehnsmänner der
Grafen von Tirol, die ihnen 1277 die erbliche Würde eines
magister curias übertragen. Es gelangt dem Geschlecht,
riesige Reichtümer anzuhäufen. Im 14. Jhd. waren die
Rottenburger nach den Landesfürsten die reichsten
Grundherren in Nord- und Südtirol. Zu ihrem Besitz gehörten
auch die Herrschaften Rettenberg und Friedberg
(Unterinntal), sowie Güter in Imst und Landeck, bei Sterzing,
Kaltern, Kastelbell (Meran), Güter an der Etsch, Trient,
Bozen und im Vintschgau. Auch am Gardersee besaßen sie Land.
Der letzte Vertreter der Rottenburg war Heinrich VI. von
Rottenburg. Er war Landeshauptmann von Tirol, an der Etsch
und im Stift Trient.Heinrich VI. trachtete jedoch nach der Landesherrschaft. Deshalb verbündete er sich zu Beginn des 15. Jahrhunderts mit den Bayern und einigen Adeligen gegen den Landesfürsten Herzog Friedrich mit der leeren Tasche. Heinrich VI. unterlag, verlor seine sämtlichen Güter und war gefangen genommen. Wieder frei gelassen, starb er im Jahr 1411 in Kaltern. Sein Tod wurde nie aufgeklärt. Die zerstörte, dann aber wieder errichtete Stammburg, fiel an den Landesfürsten. Bis zum Aussterben der weiblichen Rottenburger, wurde die Herrschaft im 1463 Pflegern überlassen. Die Burg wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrmals verlehnt und verpfändet. Seit Ende des 18. Jahrhunderte
wurde die Ruine völlig ihrem Schicksal überlassen und ist
heute in Teilen hoch aufragender Mauerstücke erhalten, die
jedoch so über dem Gelände zerstreut sind, dass nur mehr
geschulte Augen die Mächtigkeit der einstigen Anlage
erkennen. Die noch vorhandenen Burgmauern wurden zw. 1993
und 1999 renoviert und somit vor dem gänzlichen Verfall
gerettet.
Zur Rottenburg mit der Notburga Kapelle gibt es einen
leicht begehbaren "Biblischen Besinnungsweg" und eine
neu
errichtete Rosenkranzstiege.
Liebe Freunde des Schwazer Silberwaldes; vom Platz
der Reste der Rottenburg geht auf Grund der oben
beschriebenen Tragik des Geschlechts der von Rottenburg eine
besondere Ausstrahlung aus. Der Ort scheint zur Ruhe
gekommen zu sein, aber besonders sensible Leute spüren die
bewegte Vergangenheit vor Ort. Manche müssen ihn frühzeitig
verlassen und können ihn nur aus der Distanz betrachten -
Armin vom Silberwald.(Textauszüge und Bilderbereitstellung Ortschronist Friedrich Sporer) Erlebnisplattform "Natur Kultur Tirol" ist ein Projekt des www.schwazersilberwald.at 0007 |
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